Im vergangenen Jahr sind in der Schweiz 43 Menschen ertrunken, erstmals seit 2021 liegt diese Zahl unter dem langjährigen Durchschnitt von rund 50 Todesfällen pro Jahr. Damit liegt die Zahl der tödlichen Unfälle durch Ertrinken erstmals seit 2021 wieder unter dem langjährigen Durchschnitt. Nicht berücksichtigt sind Suizide. Dies schreiben die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG und die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU in einer Medienmitteilung.

Es sind 34 Männer und neun Frauen durch Ertrinken gestorben. Besonders betroffen waren junge Erwachsene zwischen 17 und 32 Jahren. In dieser Altersgruppe kamen zehn Personen ums Leben, darunter acht Männer und zwei Frauen. Diese Umstand könnte laut SLRG könnte unter anderem auf eine Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und ein unterschiedliches Risikoverhalten zurückzuführen sein.

Auch bei älteren Menschen regis­trier­ten die Organisationen überdurchschnittlich viele Todesfälle. Insgesamt 17 Personen über 65 Jahre ertranken 2025 in Schweizer Gewässern. Die SLRG beobachtet diese Entwicklung seit mehreren Jahren. Als mögliche Ursachen nennt sie gesund­heit­liche Probleme, eine höhere Aktivität älterer Menschen im Wasser sowie eine Fehleinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit.

Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich in offenen Gewässern. Insgesamt kamen 23 Personen in Seen und 15 in Flüssen ums Leben. Damit geschahen fast 90 Prozent aller tödlichen Unfälle durch Ertrinken in natürlichen Gewässern. In die Statistik eingeschlossen sind auch zwei tödliche Tauchunfälle im Thunersee und in der Limmat. In einem Freibad starb zudem ein 76-jähriger Mann.

Bei Kindern unter 16 Jahren wurden wie bereits im Vorjahr zwei tödliche Unfälle registriert. Ein zweijähriger Knabe ertrank in einem Pool im heimischen Garten. Ein 14-jähriger Jugendlicher wurde tot in einem Bach gefunden. Die SLRG weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass Kinder am Wasser stets beaufsichtigt werden müssten.

Die Organisationen sehen die rückläufigen Zahlen auch als Erfolg der Präventionsarbeit. Gleichzeitig betonen sie, dass weiterhin Sensibilisierung nötig sei. Die SLRG empfiehlt unter anderem, nie alleine schwimmen zu gehen und in offenen Gewässern Auftriebshilfen wie Schwimm- oder Rettungsbojen mitzuführen. Zudem sollten Badegäste nur ins Wasser gehen, wenn sie sich körperlich fit fühlen.

Die Bade- und Flussregeln der SLRG sind auf der Website der Organisation in 14 Sprachen verfügbar: www.slrg.ch

Medienmitteilung: SLRG
Symbolfoto: Filip Zuan