Mit der Wahl des Festplatzes auf 2150 Meter über Meer im Skigebiet Motta Naluns setzt das Organisationskomitee um den Schwingclub Engadin gleich einen Akzent: Noch nie fand ein Kranzfest in dieser Höhenlage statt. Und noch nie hat der Kampf im Sägemehl so gut gerochen – für die vier Ringe in der Arena wird auch Sägemehl aus Arvenholz verwendet. 300 Voluntaris sind dieses Wochenende vor Ort im Einsatz. Preise und Unterstützungsbeiträge im Wert von 250 000 Franken konnten gesammelt werden, darunter auch Siegermuni Alonso.
Rund 125 Schwinger werden auf Motta Naluns erwartet, unter ihnen fünf «Eidgenossen». Armon Orlik gewann bereits das «Glarner-Bündner», am «Thurgauer» und «St. Galler» belegte er ungeschlagen die Ränge 2 und 3. Er gilt als grosser Favorit. Der Maienfelder strebt in Scuol seinen sechsten Sieg am «Bündner-Glarner» an. Sein prominentester Herausforderer ist der Thurgauer Domenic Schneider. Derzeit steht er bei 96 Kranzgewinnen, noch diese Saison möchte er die 100er-Schwelle erreichen.
Das Bündner Aufgebot für Samstag umfasst rund 35 Personen. Besonders motiviert dürften vor Heimpublikum die vier jungen Schwinger aus dem Engadin sein: Claudio Regli aus Tarasp, Flurin Alesch Felix aus Sent, Loris Beer aus Ftan und Andri Thomas aus Ardez. Am Sonntag treten dann die Jungschwinger am Buabaschwinget an. Während des gesamten Wochenendes gibt es für die Besucherinnen und Besucher einen Festbetrieb mit Verpflegung, Unterhaltung und spektakulärer Aussicht auf die Unterengadiner Bergwelt. Macht das Wetter mit, steht einem grossen Volksfest nichts im Wege. Die Wetterprognose für das Wochenende stimmt optimistisch; Sonne und nicht allzu hohe Temperaturen werden vorausgesagt. Petrus scheint ein Schwinger zu sein.
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