Die Organisation Pro Lej da Segl sieht Potenzial, die Pflege von Strassenböschungen im Oberengadin biodiversitätsfreundlicher zu gestalten. Wie sie in einer Medienmitteilung schreibt, seien die Böschungen entlang der Kantonsstrassen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Besonders artenreiche Blumenwiesen bieten Lebensraum für Insekten, Vögel und weitere Kleintiere und tragen damit wesentlich zur Biodiversität bei.
Die Pflege dieser Flächen liegt beim Tiefbauamt Graubünden. Die regelmässige Mahd diene der Verkehrssicherheit – etwa zur Freihaltung der Sicht auf Verkehrssignale, zur Vermeidung von Eisbildung oder zur Reduktion von Wildkollisionen. Zudem müsse verhindert werden, dass Äste oder Pflanzenmaterial auf die Fahrbahn gelangen. Gleichzeitig erfolge die Mahd teilweise während sensibler Entwicklungsphasen von Insekten und Vögeln. Dies könne sich negativ auf die Artenvielfalt auswirken.
Im Austausch mit dem Kanton
Pro Lej da Segl habe deshalb intensive Mäharbeiten auf einzelnen Abschnitten dokumentiert und das Gespräch mit dem Tiefbauamt gesucht. In einem kürzlich geführten Austausch seien konkrete Möglichkeiten diskutiert worden, um Sicherheit und Biodiversität besser miteinander zu vereinbaren.
Gemäss Mitteilung zeigte sich das Tiefbauamt offen für Anpassungen. Spielraum bestehe je nach Standort insbesondere bei der Breite der gemähten Streifen, beim Zeitpunkt der Mahd sowie bei der Schnitthöhe. Damit könnten gewisse Flächen länger als Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen erhalten bleiben. Wo es die Sicherheitsanforderungen zulassen, sollen künftig biodiversitätsfreundlichere Lösungen geprüft werden.
Weniger flexibel sei man hingegen bei der Entfernung des Schnittguts. Dieses verbleibe heute meist auf der Fläche, da nicht mehr abgesaugt, sondern gemulcht werde. Das schone zwar Kleinlebewesen im Boden, könne langfristig jedoch zu einem erhöhten Nährstoffeintrag führen. Dadurch würden nährstoffliebende Pflanzen begünstigt, während empfindlichere Arten verdrängt werden könnten.
Gemäss Mitteilung zeigte sich das Tiefbauamt offen für Anpassungen. Spielraum bestehe je nach Standort insbesondere bei der Breite der gemähten Streifen, beim Zeitpunkt der Mahd sowie bei der Schnitthöhe. Damit könnten gewisse Flächen länger als Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen erhalten bleiben. Wo es die Sicherheitsanforderungen zulassen, sollen künftig biodiversitätsfreundlichere Lösungen geprüft werden.
Weniger flexibel sei man hingegen bei der Entfernung des Schnittguts. Dieses verbleibe heute meist auf der Fläche, da nicht mehr abgesaugt, sondern gemulcht werde. Das schone zwar Kleinlebewesen im Boden, könne langfristig jedoch zu einem erhöhten Nährstoffeintrag führen. Dadurch würden nährstoffliebende Pflanzen begünstigt, während empfindlichere Arten verdrängt werden könnten.
Positive Bilanz und Ausblick
Pro Lej da Segl wertet den Austausch mit dem Tiefbauamt als positiv. Die Organisation verweist zudem auf die kantonale Biodiversitätsstrategie, die Massnahmen zur Förderung wertvoller Lebensräume vorsieht. Sie setzt sich laut Mitteilung dafür ein, dass diese auch ausserhalb des eigenen Schutzperimeters konsequent umgesetzt werden. Auch das Tiefbauamt habe signalisiert, praxistaugliche Lösungen weiterentwickeln zu wollen, um den Anforderungen von Sicherheit und Naturschutz möglichst gleichermassen gerecht zu werden.
Medienmitteilung: Pro Lej da Segl
Foto: David Jenny
Medienmitteilung: Pro Lej da Segl
Foto: David Jenny
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